Kurzdarstellung
Die bisher entwickelten Brennstoffzellensysteme bestehen häufig entweder aus umweltschädlichen bzw. seltenen Materialien und/oder die Herstellung ist kostenintensiv. Darüber hinaus ist die für den Betrieb zusätzlich erforderliche komplexe Systemtechnik für Brennstoffzellen, denen ein geeigneter Energieträger (z.B. Wasserstoff) von außen zugeführt werden muss, aufwändig. Zentrales Ziel des Verbundprojektes ist daher die Entwicklung einer kompakten, umweltverträglichen, fertigungsgerechten und integrierbaren Brennstoffzelle, die auf externe Peripherie verzichtet. Der verfolgte Lösungsansatz basiert auf mikroporösen keramischen Materialien mit großen inneren Oberflächen, deren Porengrößenverteilungen, Porengeometrien und elektrochemische Oberflächenbeschaffenheiten auf die jeweilige Funktion abgestimmt werden können. Gerichtete Meso- und Makroporen sorgen zudem für einen weitgehend ungehinderten Transport der elektrochemischen Reaktionspartner an die innere Oberfläche.
Das kostengünstige Ausgangsmaterial Zink gewährleistet zusammen mit dem Luftsauerstoff als Reaktionspartner eine sehr hohe Energiedichte. Als Elektrolyt kommt eine wässrige Kaliumhydroxid-Lösung (Kalilauge) zum Einsatz. Die einfache gehäuselose Bauweise basiert auf verschiedenen, beliebig geformten Schichten und begünstigt eine automatisierte Fertigung sowie das Recycling der umweltfreundlichen Materialien. Die Schichten können großflächig hergestellt werden. Anschließend werden die einzelnen Brennstoffzellen in beliebiger Größe und Geometrie ausgestanzt und mit elektrischen Anschlüssen versehen. Durch die einfache Produktionsmöglichkeit und den Einsatz günstiger Materialien hat die Zink/Luft-Brennstoffzelle das Potential, die Kommerzialisierung der Brennstoffzellen voranzutreiben und den beteiligten Unternehmen neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen.
Projektlaufzeit: 01.10.2007 bis 30.09.2010
Gesamtprojektkosten: ca. 3,3 Mio Euro
Förderkennzeichen: 16SV3659
Projektpartner:
- Ammonit Messtechnik GmbH, Berlin
- BrüggemannChemical, L. Brüggemann KG, Heilbronn
- efm-systems GmbH, Stuttgart
- Orga Lab GmbH, Zirndorf
- Siegert electronic GmbH, Cadolzburg
- Würth Elektronik Rot am See GmbH & Co. KG, Rot am See
- DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frankfurt am Main
- Hochschule Mannheim, Institut für Elektrochemische Verfahrenstechnik, Mannheim
- Technische Universität Ilmenau, Institut für Automatisierungs- und Systemtechnik, Ilmenau
- Universität Bremen, Fachbereich Produktionstechnik, Fachgebiet Keramische Werkstoffe und Bauteile, Bremen
- Universität Bremen, Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ), Bremen
| Anhang | Datum | Größe |
|---|---|---|
| 08/01/08 12:52 pm | 1.34 MB |